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Auftrag der Denkmalpflege in Thüringen

Tüngeda, Schloss (Foto: TLDA)

Schloss mit Turm, Verzierungen und blauen Türen, davor Wiese und zwei Bäume.

Buttstädt, Camposanto (Foto: TLDA)

Friedhof mit Grabsteinen, Torturm und überdachtem Gang

Bendeleben, Orangerie (Foto: TLDA)

Mittig eingeschossiger Massivbau, rechts und links anschließende Gewächshäuser

Ruhla, Kirche St. Concordia (Foto: TLDA)

Zweischiffige Kirche mit niedrigem, breitem Turm. Umgeben von grünen Bäumen.

Kloster Veßra (Foto: TLDA)

Klosterruine mit Wirtschaftsgebäuden und mittig zwei Türmen.

Über 30.000 Bau- und Kunstdenkmale und ein bedeutender Bestand an archäologischen Denkmalen von der Ur- und Frühgeschichte bis in mittelalterliche Zeitepochen prägen Thüringen. Jährlich werden etwa 500 neue archäologische Bodendenkmalkomplexe bekannt.

Dieses kulturelle Erbe für die Nachwelt als Quellen, Zeugnisse menschlicher Geschichte und erdgeschichtlicher Entwicklung zu schützen, zu erhalten und in aktuelle städtebauliche und dörfliche Planungen einzubeziehen, ist Auftrag des Thüringischen Landesamtes für Denkmalpflege und Archäologie.  

Mit der Erfassung und denkmalpflegerischen Betreuung der wertvollen Hinterlassenschaften trägt das Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie als der Thüringer Staatskanzlei nachgeordnete Denkmalfachbehörde eine hohe kulturelle Verantwortung. Die Wahrnehmung ihres gesetzlich verankerten Auftrages regelt das „Thüringer Gesetz zu Pflege und zum Schutz der Kulturdenkmale“.

Weiterführende Links

Zu den zentralen Aufgaben des Landesamtes zählen:

  • Das Landesamt ist als Fachbehörde grundsätzlich in denkmalschutzrechtliche Erlaubnisverfahren (zum Beispiel wenn Baudenkmale äußerlich oder im Gebäudeinneren verändert werden sollen) eingebunden und erstellt fachliche Stellungnahmen zum Beispiel im Rahmen von Baugenehmigungen.

    Bei Pflege, Unterhaltung und Wiederherstellung eines Kulturdenkmals oder durch Baugeschehen ausgelöste Ausgrabungen steht sie Planern, Bauherren, Architekten, Restauratoren, Handwerkern oder anderen Partnern denkmalfachlich beratend zur Seite. 

  • Die Mitarbeiter des Landesamtes arbeiten an der systematischen Erfassung (Inventarisierung) von Kulturdenkmalen und deren Eintragung in das sogenannte Denkmalbuch, ein öffentliches Verzeichnis, in dem sich auch wichtige archäologische Fundstellen wiederfinden.  

    Diese grundlegende Arbeit der Erfassung und Bewertung denkmalwürdiger Bauten bildet die Voraussetzung für den sich im Zuge baulicher Maßnahmen anschließenden denkmalgerechten Umgang mit dem Objekt.

  • In der Bau- und Kunstdenkmalpflege werden wissenschaftliche Forschungen zum Kulturdenkmalbestand verschiedener Fachgebiete (Bauforschung, Gartendenkmalpflege, Restaurierung) betrieben und bei Bedarf auch Untersuchungen an Kulturdenkmalen in Auftrag gegeben.

    Die Archäologen der Bodendenkmalpflege führen mit verschiedenen Grabungsteams aufgrund geplanter Bau- oder städtebaulicher Maßnahmen erforderliche Grabungen vor Ort aus.

    Die wissenschaftlichen Auswertungen sind durch eine hochqualifizierte interdisziplinäre Arbeitsweise geprägt, die neben Archäologen, Kunst- und Bauhistorikern mit ihren jeweiligen Spezialbereichen auch Nachbarwissenschaften sowie naturwissenschaftliche Disziplinen einbezieht. Neben diesen  Forschungsbeiträgen zur Landesgeschichte erarbeitet das Landesamt in Kooperation mit anderen Einrichtungen auch methodische Grundlagen in verschiedenen Fachgebieten (zum Beispiel Restaurierung und Konservierung).

  • Eine wichtige Voraussetzung für eine erfolgreiche Bewahrung der Kulturdenkmale ist auch das Verständnis für Denkmalschutz und Denkmalpflege in der Öffentlichkeit. Das Landesamt verfolgt verschiedene Wege, um die Kulturdenkmale des Freistaates allgemein zugänglich zu machen und sie dadurch für die Identifikation der Bürger mit ihrer Heimat, die Bildung, den Tourismus und andere wirksam werden zu lassen.

    Dabei setzt das Landesamt auf die Vermittlung ihres Anliegens, zum Beispiel in (populär-)wissenschaftlichen Publikationen, durch Vorträge, Fachtagungen, archäologische Wanderwege oder Ausstellungen.

    Das angegliederte Museum für Ur- und Frühgeschichte Thüringens und das Steinsburgmuseum vermitteln landesgeschichtliche Zusammenhänge und das Anliegen der Denkmalpflege allgemeinverständlich und für verschiedene Zielgruppen.

    Öffentlich nutzbar sind auch die Archive, Bibliotheken und Bildstellen der beiden Dienststellen in Erfurt und Weimar.

  • Das Landesamt bewilligt im Jahr rund 700 beim Freistaat Thüringen beantragten Fördermittel (Antrag) und stellt  jährlich etwa 300 denkmalschutzrechtliche Steuerbescheinigungen (gesetz. Grundlagen) aus.

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