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Ausgrabungen im Jahr 2022

Auf diesen Seiten geben wir Ihnen einen Überblick über einige ausgewählte archäologische Ausgrabungen und Meldungen des Jahres 2022 durch das Landesamt in Thüringen.

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Luftbild hellen Boden mit vielen kleinen runden Spuren in rechteckiger Umfassung

Rettungsgrabungen in Queienfeld, Lkr. Schmalkalden-Meiningen

Von Juli bis Oktober 2022 fand in Queienfeld eine weitere Rettungsgrabung statt. Seit 2006 werden durch das Thüringische Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie (TLDA) im Industriegebiet Thüringer Tor (ITT) die für Neuansiedlungen in Anspruch genommenen Flächen systematisch bauvorgreifend untersucht. Auf der ca. 4,5 ha großen Fläche konnten rund 160 Befunde dokumentiert werden, darunter ein Hausgrundriss der Michelsberger Kultur.
(17.11.2022)

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Zwei Steingeräte

Faustkeile aus dem Werratal bei Merkers, Wartburgkreis

Bei Feldbegehungen entdeckte der ehrenamtliche Bodendenkmalpfleger Burkhard Hofmann auf einer kleinen Kuppe nahe der Werra Ende 2021 einige auffällig geformte Steine. Bei der Durchsicht stelle sich heraus, dass sich neben Flussgeröll auch ein Faustkeil unter den Stücken befand. Bei den daraufhin von ihm durchgeführten weiteren Begehungen fand er im Frühjahr des darauffolgenden Jahres ein weiteres Exemplar, beide übergab er dem Thüringischen Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie (TLDA).
(10.11.2022)

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Silberne Plakete mit Abendmahlsdarstellung

Versenkt im Graben

Während der Erneuerung der Erdleitungen im Bereich der Post in der Altstadt von Meiningen wurde durch das Thüringische Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie (TLDA) ein im Planum erhaltener ehemals wasserführender Graben aufgedeckt. Sein Verlauf konnte bereits vorher durch mehrere Schnitte verortet werden. In Planum fand sich neben bearbeitetem Holz, Leder und Keramik ein filigran gearbeitetes Pilgerzeichen mit figürlicher Darstellung. Die dazugehörige, gefundene Keramik datiert in das 11./12.Jh.
(10.11.2022)

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Metallschale mit Henkel

Merowingerzeitliche Kammergräber auf der Kiebitzhöhe, Lkr. Sömmerda

Eine der größten Flächengrabungen Thüringens fand 2017–2021 im Bereich einer zukünftigen Großinvestitionsfläche auf dem Gewerbegebiet Kiebitzhöhe bei Kölleda, Lkr. Sömmerda statt. Von dem zu erschließenden Areal von mehr als 60 ha wurden durch das Thüringische Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie (TLDA) knapp 21 ha flächig untersucht und dabei über 3900 archäologische Befunde erfasst.
(19.09.2022)

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Foto Kirchenapsis von außen

Wein oder Wasser? – Die Fürstengruft zu Rudolstadt, Lkr. Saalfeld-Rudolstadt

In der Rudolstädter Stadtkirche St. Andreas fand ein Teil der Familie der Grafen von Schwarzburg-Rudolstadt seine letzte Ruhe. Seit 1574 war Rudolstadt Residenzstadt und gleichzeitig Verwaltungssitz eines Kleinstaates. Die 1605 unter Graf Albrecht VII. (1537–1571) errichtete Fürstengruft befindet sich in einem der ältesten Teile der Stadtkirche. Durch eine geplante Fußbodensanierung ergab sich für das Thüringische Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie (TLDA) die Möglichkeit, Einblick in die Baugeschichte der Kirche zu gewinnen.
(19.09.2022)

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Aus Scherben zusammengesetzter Teller mit blauem Blumenmuster

Das gesprengte Schloss von Nordheim, Lkr. Schmalkalden-Meiningen

In Nordheim, Lkr. Schmalkalden-Meiningen, befand sich das Residenzschloss der gleichnamigen Linie des fränkischen Adelsgeschlechtes von Stein. Die vorher noch unversehrte Anlage wurde 1948 gesprengt und teilweise überbaut. Eine Platzneugestaltung erforderte 2021 bauvorgreifende archäologische Untersuchungen durch das Thüringische Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie (TLDA) im unbebauten Schlossareal.
(01.08.2022)

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Kellergewölbe während der Ausgrabung

Schachtkeller am Nordhäuser Theater

Ein außergewöhnlicher Kellerbefund wurde 2020 durch das Thüringische Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie (TLDA) im nordthüringischen Nordhausen freigelegt. Dort fanden im Vorfeld des geplanten Neubaus eines Funktionsgebäudes für das Theater Nordhausen ausgedehnte Grabungen statt. Der schachtartige Keller aus dem späten 14. oder frühen 15. Jh. diente der Vorratshaltung.
(01.08.2022)

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Beilklinge mit grüner Patina

Jungsteinzeitlicher Kupferimport über den Thüringer Wald

Der inzwischen verstorbene ehrenamtliche Bodendenkmalpfleger Peter Unger übergab schon 1994 den Oberflächenfund eines Kupferflachbeils an das Thüringische Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie (TLDA). Das Stück wurde auf einem Acker in der Flur Ebanotte bei Gossel, Ilmkreis, in 490 m Höhe zwischen der bekannten Alteburg südlich über Arnstadt und dem Pass von Oberhof aufgesammelt.
(01.06.2022)

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Bei Grabungs freigelegte Steinlagen

Wehrhafte Zeugen des mittelalterlichen Pößneck

Die Stadt Pößneck im Saale-Orla-Kreis führte 2020 im Umfeld des historischen Stadtkerns zwei Baumaßnahmen durch. Dabei konnte durch das Thüringische Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie (TLDA) die mehrphasige Stadtbefestigung erneut archäologisch untersucht werden. Entlang der Gerberstraße sollte für ein einheitliches Stadtbild westlich des Jägerturmes der Verlauf der Stadtmauer rekonstruiert werden.
(01.06.2022)

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Steinwerkzeug in Großaufnahme

Rössener Breitkeil aus der Schmalkalde

Der Aufmerksamkeit der Baufirma während eines Brückenbaus über die Schmalkalde, einem Nebenfluss der Werra, ist der Neufund eines Rössener Breitkeiles zu verdanken. Ursächlich für dessen vollständige Erhaltung war die tiefgründige Einbettung in die Flusssedimente. Breitkeile dienten vorwiegend der Holzbearbeitung. Die funktionale Ansprache wird gestützt durch Aussplitterungen am Nacken, die auf den Gebrauch beim Holzeinschlag zurückgehen.
(30.03.2022)

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Skelett in Grabgrube, Kopf liegt zwischen den Beinen

Drei Enthauptete im Franziskanerkloster von Altenburg

Die geplante Sanierung des „Ernestinums“, das auf dem Gelände des etwa 1238 gegründeten und 1529 aufgehobenen Franziskanerklosters in Altenburg steht, machte archäologische Untersuchungen durch das Thüringische Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie (TLDA) erforderlich. Dabei wurden die Skelette von drei Enthaupteten gefunden.
(30.03.2022)

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