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Frühe Bauern einer neuen Hofstelle am Belvederer Schloss Weimar

Auf einer etwa 5 km südlich des Weimarer Stadtzentrums nahe dem Belverderer Schloss gelegenen Anhöhe fanden im September und Oktober 2020 umfangreiche Bauarbeiten zum Neubau einer Hofstelle zur landwirtschaftlichen Nutzung statt, die vom Thüringischen Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie (TLDA) begleitet wurden. Die massiven Bodeneingriffe, bedingt durch Niveauangleichungen sowie eine teilweise Terrassierung, förderten schnell keramisches Fundmaterial, aber auch einige Siedlungsbefunde zutage.

Blick von Süden auf den Fundplatz mit Weimar im Hintergrund (Foto: M. Milbradt, TLDA)

Luftbild über die Grabungsfläche zwischen grünen Feldern

Übersicht der freigelegten Siedlungsreste (Foto: M. Milbradt, TLDA)

Luftbild von der Grabungsfläche mit Erdverfärbungen

Auf den Resten einer Lösskuppe, die das Substrat für die agrarisch geprägten Siedlungsgemeinschaften des Neolithikums bildete, wurden auf wenigen Quadratmetern Fläche insgesamt 37 Befunde freigelegt.  Dabei handelte es sich überwiegend um Siedlungs- und vereinzelte Restauflagen von Pfostengruben sowie um zwei Grubenhäuser.

Die Keramik gehört überwiegend zur Kultur der Stichbandkeramik. Die Fundstelle Weimar-Ehringsdorf liegt an der südlichen Verbreitungsgrenze dieses archäologischen Kulturkreises und ergänzt die wenigen bekannten Fundpunkte in Thüringen.

Neben den neolithischen Überresten belegen Funde der Aunjetitzer Kultur sowie der vorrömischen Eisenzeit die wiederholte Nutzung des Siedlungsplatzes über mehrere Jahrhunderte hinweg.

Lucas-Edgar May
 

Dr. Christian Tannhäuser
Gebietsreferent Städte, TLDA, Weimar

Tel.: 0361 / 57 3223 325
E-Mail: christian.tannhaeuser@tlda.thueringen.de

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