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Ausgrabungen im Jahr 2020

Auf diesen Seiten geben wir Ihnen einen Überblick über einige ausgewählte archäologische Ausgrabungen und Meldungen des Jahres 2020 durch das Landesamt in Thüringen.

Luftbild der Grabung entlang einer enstehenden Gastrasse durch den Wald

Frühes Thüringer Waldgewerbe im Fokus

Thüringer Wald und Thüringer Schiefergebirge bildeten seit dem hohen Mittelalter eine prosperierende Wirtschaftsregion, deren Produkte im gesamten thüringischen Raum und darüber hinaus begehrt waren. Seit dem Sommer 2020 finden im Bereich des aufgegebenen Glashüttenstandortes „Glücksthal“ bei Neuhaus am Rennweg, Lkr. Sonneberg, im Zuge der Verlegung einer Erdgasleitung bauvorgreifende archäologische Untersuchungen statt.
(07.12.2020)


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Ein Stabdolch aus grün patinierter Bronze vor schwarzem Hintergrund

Erfurt-Büßleben – Stabdolch in der Siedlung

Im Jahr 2019 kam bei den bauvorgreifenden Untersuchungen durch das Thüringische Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie (TLDA) im Gewerbegebiet „Bei den Froschäckern“ im Erfurter Stadtteil Büßleben ein frühbronzezeitlicher Stabdolch zutage. Der Fundort, der Stabdolch selbst und die nahebei aufgefundenen Artefakte sind ganz außergewöhnlich.
(10.11.2020)


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Foto: Blick auf eine freigelegte Steinmauer, von der noch vier Steinlagen unter dem heutigen Erdboden erhalten sind

Zeitreise ins Mittelalter und ins 19. Jh. von Rudolstadt, Lkr. Saalfeld-Rudolstadt

In Rudolstadt wurden Leitungsarbeiten durch das Thüringische Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie (TLDA) begleitet. Die Ausgrabungen gaben Einblick zum Verlauf der mittelalterlichen Stadtmauer. Außerdem konnte ein Abwasserkanal des 19. Jh. untersucht werden.
(10.11.2020)


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Nahaufnahme einer freigelegten Bestattung: Über dem Halsbereich eines Skelettes liegen unzählige bunte Glasperlen, auch eine Goldmünze ist im Kieferbereich zu sehen

Großvargula – Eine goldene Münze zwischen den Zähnen

Im Zuge des Neubaus der Fernwasserleitung Gräfentonna – Herbsleben wurde auf einer seichten Anhöhe etwa 1,5 km südwestlich der Ortslage Großvargula, Unstrut-Hainich-Kreis, ein Bestattungsplatz der Merowingerzeit entdeckt und durch das Thüringische Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie (TLDA) untersucht. Auf einer Fläche von circa 0,4 ha waren mehr als 40 Grablegen in lockerer Anordnung verteilt.
(24.09.2020)


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Blick von oben auf die freigelegten FUndamente eines halbrunden Turmes, gesetzt aus hellgrauen Steinen

Hund im Turm – Bauopfer oder nur begraben?

Seit 2018 finden auf der Bertholdsburg in Schleusingen, Lkr. Hildburghausen, umfangreiche Sanierungsarbeiten im Bereich der nördlichen Umfassungsmauer statt. Die Bertholdsburg war bis 1583 Residenz der Grafen von Henneberg-Schleusingen, einem der bedeutendsten Adelsgeschlechter in Südthüringen.
(Stand 05.08.2020)
 

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Blick auf ein Grabungsplanum: Auf braunrötlichem Erduntergrund treten dunkle Pfostenspuren eines länglichen Hausgrundrisses deutlich hervor; Messstangen, ein Nordpfeil und eine Fototafel liegen neben den Befunden

Häuser der Schnurkeramiker aus Erfurt-Stotternheim

Im Südosten des aktuellen Untersuchungsgeländes des Internationalen Logistikzentrums Erfurt-Stotternheim (ILZ) wurden bei Ausgrabungen durch das Thüringische Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie (TLDA) einige Siedlungsgruben und ein kleines Speichergebäude freigelegt. Dessen Längswände aus acht, in zwei Reihen angeordneten Pfosten waren leicht nach außen gebaucht, ein typisches Merkmal der Hausbauten der ausgehenden Jungsteinzeit.
(Stand 30.07.2020)


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Auf einer Schaufel liegt der mit weißen Bandagen gut verpackte Hortfund, oben sind einige angelaufene Münzen sichtbar, im Hintergrund

Der Schatz im Wald – der „Uhrdaer Lindenschatz“: Auffindung und erste Auswertung

Bei Schachtungsarbeiten zur Eingrabung einer Zaunsäule im Vollradisrodaer Forst südlich von Döbritschen im Lkr. Weimarer Land bemerkte Katjana Hesse völlig überraschend einige papierdünne, korrodierte Metallplättchen auf ihrem Spaten. Schnell stellte sie fest, dass in geringer Tiefe im von Baumwurzeln durchzogenen Waldboden noch mehr davon lagen.
(Stand 10.06.2020)
 

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Inmitten einer Steinmauer aus rötlichen, waagrecht gesetzten Steinreihen hebt sich die nach oben gewölbte runde Mauerung eines Entlastungsbogens ab

Die Ausgrabungen in der Schloss- und Stephansklostergasse in Römhild, Lkr. Hildburghausen

Umfangreiche Straßen- und Kanalbaumaßnahmen sowie eine Platzgestaltung in der Schlossgasse und der Stephansklostergasse in der Altstadt von Römhild im unmittelbaren Vorfeld von Schloss Glücksburg erforderten 2020 mehrwöchige baubegleitende archäologische Untersuchungen durch das Thüringische Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie (TLDA).
(Stand 10.06.2020)


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Eine sogenannte Brillenspirale der mittleren Bronzezeit, gefertigt aus rundem Bronzedraht: Ein Bügel in der Mitte verbindet zwei gegenläufig eingerollte, flache Spiralen, die Bronze ist dunkelgrün angelaufen, schwarzer Bildhintergrund

Grabhügel in Obstgarten von Obendorf, Lkr. Schmalkalden-Meiningen

Während einer Rettungsgrabung in Obendorf, Lkr. Schmalkalden-Meiningen, wurde dem Thüringischen Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie 2019 eine Brillenspirale übergeben, die eine Anwohnerin vor einigen Jahren im benachbarten Garten gefunden hatte. Er gab Hinweis auf einen mittelbronzezeitlichen Grabhügel.
(Stand 16.03.2020)
 

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Blick auf eine Ausgrabungsfläche, ein lang schmaler Hausgrundriss zeichnet sich durch ausgegrabene Pfostenlöcher vom braunen Erduntergrund ab

Ein linienbandkeramischer Siedlungsplatz bei Schmölln, Lkr. Altenburger Land

Die ostthüringische Stadt Schmölln im Lkr. Altenburger Land erweiterte Ende 2018 das bestehende Industriegebiet Crimmitschauer Straße. Von der insgesamt 15 ha großen Baufläche wurde bauvorgreifend 1 ha durch das Thüringische Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie (TLDA) untersucht. Nahezu alle Befunde gehörten zu einer Ansiedlung der Linienbandkeramik mit zwei räumlich voneinander getrennten Bereichen.
(Stand 13.03.2020)


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Gleich neben dem Erfurter Amtsgebäude des TLDA ist eine schmale, tiefe Grube angelegt, in der das rötliche Mauerwerk mit großen Steinen der Westfasseade der einstigen Leonhardtskapelle sichtbar ist

Grabungen auf dem Petersberg in Erfurt

Bei der Bundesgartenschau in Erfurt 2021 wird der Petersberg eine zentrale Rolle spielen. Da großflächige Bodeneingriffe vorgesehen sind, müssen im Vorfeld und teilweise baubegleitend archäologische Untersuchungen durch das Thüringische Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie (TLDA) durchgeführt werden.
(Stand 14.01.2020)


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Atmosphärischer Blick auf die Grabungsfläche: Braune Erde ist aufgeschüttet, ein grüner Bagger steht sonnenbeschienen in der Mitte, im Hintergrund dunkle Regenwolken, links sitzt ein Grabungsmitarbeiter und betrachtet einen doppelten Regenbogen, der sich über dem Bagger quer über den Himmel wölbt

Hallstatt-Depots und Latène-Eisenhütte bei Zeutsch, Lkr. Saalfeld-Rudolstadt

Die im Saaletal verlaufende Bundesstraße 88 soll im Bereich der Ortslage Zeutsch, Lkr. Saalfeld-Rudolstadt, einen neuen Verlauf erhalten. Aus diesem Grund fanden in den Jahren 2017 und 2018 bauvorgreifende archäologische Untersuchungen statt. Dabei wurden mehrere neue Fundplätze erfasst.
(Stand 14.01.2020)
 

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